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	<title>Demo Wiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-07-07T06:58:15Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Achsenm%C3%A4chte&amp;diff=8879</id>
		<title>Achsenmächte</title>
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		<updated>2025-06-15T19:02:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;2A02:8071:5803:7E0:446:8FB8:CF5C:F8A5: Bis-Strich&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Map of participants in World War II.png|mini|hochkant=2.0|Weltkarte mit den am Zweiten Weltkrieg beteiligten Staaten&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Farbe|HEX=#2AACF6|border=1}} Achsenmächte&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Farbe|HEX=#63B74E|border=1}} [[Alliierte des Zweiten Weltkrieges|Alliierte]] (und ihre Kolonien)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Farbe|HEX=#66FF00|border=1}} Weitere/neue Alliierte nach dem [[Angriff auf Pearl Harbor]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Farbe|HEX=#C6BDC7|border=1}} Neutrale Staaten und Territorien]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Berlin-Rom-Tokio 3.jpg|mini|Die Monatszeitschrift &#039;&#039;Berlin Rom Tokio&#039;&#039; erschien von 1939 bis 1944]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Italian and German flags - june 1943.png|mini|Deutsche [[Reichskriegsflagge]] (Verwendung während der [[Zeit des Nationalsozialismus]]) und italienische [[Dienstflagge]] auf einem Botschaftsgebäude in [[Rom]] wehend, Juni 1943]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Arthur Szyk (1894-1951). Fool the Axis Use Prophylaxis poster (1942), Philadelphia.jpg|mini|&#039;&#039;Fool the Axis – use prophylaxis&#039;&#039; („Prellt die Achse – benutzt [[Prävention|Prophylaxe]]“). Amerikanisches Poster von [[Arthur Szyk]] aus dem Jahr 1943, das Truppenangehörige vor [[Sexuell übertragbare Erkrankung|sexuell übertragbaren Erkrankungen]] warnt. Dargestellt sind [[Benito Mussolini]], [[Tōjō Hideki]] und [[Adolf Hitler]].]]&lt;br /&gt;
Als &#039;&#039;&#039;Achsenmächte&#039;&#039;&#039; bezeichnet man zunächst die Mächte der „Achse Berlin–Rom“ – eine Bezeichnung, die auf eine Absprache zwischen [[Adolf Hitler]] und [[Benito Mussolini]] am 25. Oktober 1936 zurückgeht. Sie begründete eine Zusammenarbeit zwischen dem [[NS-Staat]] und dem [[Italienischer Faschismus|faschistischen Italien]]. Die [[Waffenstillstand von Cassibile|Kapitulation Italiens]] 1943 beendete diese Zusammenarbeit. Im Zusammenhang des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] verstand man unter den „Achsenmächten“ das [[Deutsches Reich|Deutsche Reich]] und seine Bündnispartner [[Königreich Italien (1861–1946)|Italien]] und [[Japanisches Kaiserreich|Japan]]. Auf dem Höhepunkt ihrer Macht beherrschten die Achsenmächte und ihre Verbündeten große Teile [[Europa]]s, [[Nordafrika]]s, [[Ostasien]]s und des [[Pazifischer Ozean|Westpazifiks]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Kriegspartei|Kriegsgegner]] dieses Bündnisses werden als die [[Alliierte]]n unter den [[Kriegführende Staaten im Zweiten Weltkrieg|kriegführenden Staaten des Zweiten Weltkriegs]] bezeichnet, die damals global agierende Kriegskoalition trat als [[Anti-Hitler-Koalition]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 1936 gelang es dem Deutschen Reich, Japan mit dem [[Antikominternpakt]] als weiteren Verbündeten zu gewinnen. Italien trat ihm im November 1937 bei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Longerich&amp;quot;&amp;gt;[[Peter Longerich]]: &#039;&#039;Propagandisten im Krieg. Die Presseabteilung des Auswärtigen Amtes unter Ribbentrop&#039;&#039; (=&amp;amp;nbsp;&#039;&#039;Studien zur Zeitgeschichte&#039;&#039;; Bd. 33). Oldenbourg, München 1987, S.&amp;amp;nbsp;260–262.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die „Achse Berlin–Rom“ wurde durch den [[Stahlpakt]] (1939) auch zum [[Militärbündnis|förmlichen Bündnis]]. Seit dem Abschluss des auf Initiative Hitlers geschlossenen [[Dreimächtepakt]]s (1940) zwischen dem Deutschen Reich, dem Kaiserreich Japan und dem [[Königreich Italien (1861–1946)|Königreich Italien]] wurde – auch von den Vertragspartnern – von der „Achse Berlin–Rom–Tokio“ gesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[[Das Zeit-Lexikon|Die Zeit – Das Lexikon in 20 Bänden]].&#039;&#039; Hamburg 2005, ISBN 3-411-17561-3, S.&amp;amp;nbsp;59.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom [[Auswärtiges Amt|Auswärtigen Amt]] wurde von 1939 bis 1944 die aufwendig gestaltete und zweisprachig (deutsch/italienisch) erscheinende [[Propaganda|propagandistische]] Zeitschrift &#039;&#039;[[Berlin Rom Tokio (Zeitschrift)|Berlin Rom Tokio]]&#039;&#039; herausgegeben, die der Zusammenarbeit dieser drei Staaten publizistischen Ausdruck gab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Longerich&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung ==&lt;br /&gt;
=== Freundschaftsvertrag Berlin–Rom (1936) ===&lt;br /&gt;
[[Datei:DOL 1938 03 16 1 Achse Rom Berlin.png|mini|Die Achse Rom–Berlin als „Herrin Europas“, Schlagzeile der &#039;&#039;[[Dolomiten (Zeitung)|Dolomiten]]&#039;&#039; vom 16. März 1938 unter dem Eindruck des [[Anschluss Österreichs|österreichischen „Anschlusses“]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung &#039;&#039;Achsenmächte&#039;&#039; geht auf eine Rede [[Benito Mussolini]]s am 1. November 1936 zurück, worin er von einer „Achse Berlin–Rom“ sprach, der am 25. Oktober 1936 ein geheimer Freundschaftsvertrag zwischen Italien und dem Deutschen Reich vorausgegangen war. Mussolini erklärte, dass die beiden Länder eine „Achse“ bilden würden, um welche sich die anderen europäischen Staaten drehen würden.&amp;lt;ref&amp;gt;Cornelia Schmitz-Berning: &#039;&#039;Vokabular des Nationalsozialismus.&#039;&#039; De Gruyter, Berlin 2007, ISBN 978-3-11-019549-1, S. 7&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geschlossen wurde dieses [[Abkommen]], als das faschistische Italien – Deutschland ursprünglich keineswegs freundlich gesinnt – sich aufgrund des [[Abessinienkrieg|Äthiopienkriegs]] der Kritik des [[Völkerbund]]es ausgesetzt sah, von Deutschland jedoch Beistand erhielt (der Zusammenschluss Italiens mit [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]] und [[Dritte Französische Republik|Frankreich]] von [[Stresa-Konferenz|Stresa]] im April 1935 hatten nur zwei Monate gehalten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Historiker Karsten Krieger glaubt, dass Hitler mit dem „Achsen“-Bündnis bezweckte, Großbritannien zu einer Annäherung an das Deutsche Reich zu bewegen, während Mussolini damit das Gegenteil beabsichtigt habe: Er habe die Achse abgeschlossen, um eine solche engere deutsch-britische Zusammenarbeit zu verhindern, die den italienischen Interessen in Afrika im Wege stehen konnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Krieger_347&amp;quot;&amp;gt;Karsten Krieger: &#039;&#039;Achse (Berlin-Rom), Achsenmächte&#039;&#039;. In: [[Wolfgang Benz]], [[Hermann Graml]] und [[Hermann Weiß (Historiker)|Hermann Weiß]] (Hrsg.): &#039;&#039;[[Enzyklopädie des Nationalsozialismus]]&#039;&#039;. Klett-Cotta, Stuttgart 1997, S. 347.&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut dem Historiker [[Klaus Hildebrand]] hatte die Achse „Aushilfs-, ja Ersatzcharakter“ in Bezug auf das ursprünglich von Hitler angestrebte [[Antikommunismus|antikommunistische]] Bündnis mit Großbritannien.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Hildebrand: &#039;&#039;Das vergangene Reich. Deutsche Außenpolitik von Bismarck bis Hitler.&#039;&#039; Oldenbourg, München 2008, ISBN 978-3-486-58605-3, S. 630; ähnlich [[Christoph Studt]]: &#039;&#039;Nationalsozialistische Außenpolitik bis zum Sommer 1938.&#039;&#039; In: [[Jürgen Zarusky]], Martin Zückert (Hrsg.): &#039;&#039;Das Münchener Abkommen von 1938 in europäischer Perspektive.&#039;&#039; Oldenbourg, München 2013, ISBN 978-3-486-70417-4, S. 17–30, hier S. 25 (beides abgerufen über [[Verlag Walter de Gruyter|De Gruyter]] Online).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== „Stahlpakt“ Berlin–Rom (1939) ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Deutsches Reichsgesetzblatt 39T2 025 0825.jpg|mini|&#039;&#039;Bekanntmachung über den Freundschafts- und Bündnispakt zwischen Deutschland und Italien&#039;&#039; vom 15. Juni 1939 im [[Reichsgesetzblatt]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Achse war in erster Linie ein Element der [[Propaganda]] beider Länder. Auch nachdem sie mit dem [[Stahlpakt]] zu einem [[Militärbündnis]] ausgeweitet worden war, kam es kaum zu einer konkreten Zusammenarbeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Krieger_347&amp;quot; /&amp;gt; Er wurde in Form eines Freundschafts- und Bündnisvertrages von den Außenministern beider Länder, [[Joachim von Ribbentrop]] und [[Galeazzo Ciano]], im Beisein Hitlers am 22. Mai 1939 in [[Berlin]] unterzeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Weiß: &#039;&#039;Stahlpakt&#039;&#039;. In: Hermann Weiß, Wolfgang Benz und Hermann Graml (Hrsg.): &#039;&#039;Enzyklopädie des Nationalsozialismus&#039;&#039;. Klett-Cotta, Stuttgart 1997, S. 745.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Praxis zeigte sich bald, dass die militärische und rüstungspolitische Zusammenarbeit zwischen Berlin und Rom trotz des Paktes von einem Konkurrenzverhältnis geprägt war – was die Forschung unter dem Schlagwort „Kooperation als Machtkampf“ zusammengefasst hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolfgang Schieder]]: &#039;&#039;Der italienische Faschismus&#039;&#039;, München 2010, S. 86; [[Christof Dipper]]: &#039;&#039;Ferne Nachbarn. Vergleichende Studien zu Deutschland und Italien in der Moderne&#039;&#039;, Köln/Weimar/Wien 2017, S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem italienischen Kriegseintritt, als das Bündnis sich im Krieg bewähren musste, wurde rasch deutlich, dass es den Achsenpartnern nicht gelang, effektiv zusammenzuarbeiten:&lt;br /&gt;
{{&amp;quot;|Italienische Wünsche und deutsche Hilfsangebote griffen selten ineinander. Es gelang nicht, die potentielle Kraft, welche die Koalition im Grunde bot, zum Einsatz zu bringen. Mythos und Realität des Bündnisses klafften radikal auseinander. Mit den italienischen Niederlagen drängten sich diese Mängel zunehmend in den Vordergrund. Die Sachzwänge des Koalitionskrieges brachten es mit sich, dass der vielfach beschworene Zusammenhalt des Bündnisses einerseits zusehends an Substanz verlor, während Deutschland und Italien auf der anderen Seite de facto zu einer ‚vermeintlich alternativlosen Notgemeinschaft‘ zusammenwuchsen. Das ineffektive Angebot- und Nachfragespiel des Herbst 1940, in welchem die Koalitionspartner stets die Unterstützung boten oder forderten, die nicht gefragt oder genehmigt wurde, ist beispielhaft für das gegenseitige Misstrauen und die blockierte Zusammenarbeit innerhalb der ‚Achse‘.}}&amp;lt;ref&amp;gt;Malte König: &#039;&#039;Kooperation als Machtkampf. Das faschistische Achsenbündnis Berlin-Rom im Krieg 1940/41&#039;&#039;, Köln 2007, S. 44.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dreimächtepakt (1940) ==&lt;br /&gt;
Am 27. September 1940 schlossen die Achsenmächte den [[Dreimächtepakt]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;7&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; | Die drei Hauptachsenmächte&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Land || Staatsflagge || Staatswappen || Hauptstadt || Regierungschef || Staatsoberhaupt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Deutsches Reich]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;| [[Datei:Flag of German Reich (1935–1945).svg|x40px|border]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;| [[Datei:Reichsadler der Deutsches Reich (1933–1945).svg|x40px]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; | [[Berlin]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; | [[Adolf Hitler]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; | Adolf Hitler&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Königreich Italien (1861–1946)|Königreich Italien]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;| [[Datei:Flag of Italy (1861-1946).svg|x40px|border]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;| [[Datei:Lesser coat of arms of the Kingdom of Italy (1929-1943).svg|x40px]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; | [[Rom]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;| [[Benito Mussolini]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;| König [[Viktor Emanuel III.]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Japanisches Kaiserreich]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;| [[Datei:Flag of Japan (1870–1999).svg|x40px|border]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;| [[Datei:Imperial Seal of Japan.svg|x40px]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;| [[Tokio]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;| [[Konoe Fumimaro]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;| Kaiser [[Hirohito]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das Deutsche Reich unter seinem „[[Führer#Adolf Hitler|Führer]]“ Adolf Hitler und während der letzten Kriegstage unter [[Reichspräsident]] [[Karl Dönitz]];&lt;br /&gt;
* Italien, zunächst als korporativ verfasstes nationalistisches [[Königreich Italien (1861–1946)|Königreich Italien]] (1922–1943), danach als [[Italienische Sozialrepublik|Republik von Salò]] unter „Il Duce“ Benito Mussolini&amp;amp;nbsp;– bis zu seinem Sturz im Juli 1943 regierte er im Namen Königs [[Viktor Emanuel III.]] (der Mussolini-treue König entließ den &#039;&#039;Duce&#039;&#039; und ließ ihn verhaften, sein Nachfolger wurde [[Pietro Badoglio]]). Am 13. Oktober 1943 trat das übrige Italien mit der [[Kriegserklärung Italiens an das Deutsche Reich (1943)|Kriegserklärung an das Deutsche Reich]] auf Seiten der [[Anti-Hitler-Koalition]] dem Krieg wieder bei.&lt;br /&gt;
* das [[Japanisches Kaiserreich|Japanische Kaiserreich]] unter [[Tennō|Kaiser]] [[Hirohito]] und den [[Premierminister von Japan|Premierministern]] [[Konoe Fumimaro]], [[Tōjō Hideki]] und während der letzten Kriegstage [[Koiso Kuniaki]] und [[Suzuki Kantarō]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurzzeitig erhielt der Vorname &#039;&#039;Roberto&#039;&#039; eine neue Bedeutung als [[Akronym]] von &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Ro&#039;&#039;&#039;m-&#039;&#039;&#039;Ber&#039;&#039;&#039;lin-&#039;&#039;&#039;To&#039;&#039;&#039;kio&#039;&#039;. Zuletzt betonten Achsenvertreter damit am 16. Januar 1942 ihre Partnerschaft und prägten diese [[Slogan|Losung]].&amp;lt;ref&amp;gt;Richard F. Hill: &#039;&#039;Hitler Attacks Pearl Harbor: Why the United States Declared War on Germany.&#039;&#039; Lynne Rienner, Boulder (Colo.) 2003, S.&amp;amp;nbsp;91.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Selbstverständnis von [[Präsident der Vereinigten Staaten|US-Präsident]] [[Franklin D. Roosevelt]] handelte es sich bei der Auseinandersetzung mit den Achsenmächten Deutschland, Italien und Japan nicht nur um einen Konflikt zwischen den „Habenden“ (&#039;&#039;beati possidentes&#039;&#039;) und den drei weltpolitischen und kolonialen „Habenichtsen“. Für ihn war es ein {{&amp;quot;|epochaler Kampf um die zukünftige Gestalt der Welt zwischen Aggressoren und friedlichen Nationen, zwischen [[Liberale Demokratie|liberaler Demokratie]] und Faschismus […], zwischen Gut und Böse}}, um sowohl die „Neuen Ordnungen“ in [[Europa]] und [[Asien]] zu zerstören als auch die [[Vereinigte Staaten|USA]] als zukünftige [[Weltmacht]] zu positionieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Detlef Junker]], &#039;&#039;Franklin D. Roosevelt und die nationalsozialistische Bedrohung der USA&#039;&#039;, in: Frank Trommler (Hrsg.): &#039;&#039;Amerika und die Deutschen. Die Beziehungen im 20. Jahrhundert&#039;&#039;, Springer, Wiesbaden 2013, S. 36, 38&amp;amp;nbsp;f.; [[Imanuel Geiss]] (1981), &#039;&#039;Historische Voraussetzungen zeitgenössischer Konflikte&#039;&#039;, in: Wolfgang Benz, Hermann Graml (Hrsg.): &#039;&#039;Weltprobleme zwischen den Machtblöcken. Das Zwanzigste Jahrhundert III&#039;&#039; (&#039;&#039;Fischer Weltgeschichte&#039;&#039;, Band 36). Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 1993, ISBN 3-596-60036-7, S. 36.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbündete der „Achse“ ==&lt;br /&gt;
Länder, die sich im Dreimächtepakt mit dem nationalsozialistischen Deutschland verbündeten, gelten als Verbündete der „Achse“. Diesem Vertrag zwischen den Achsenmächten Deutschland, Italien und Japan vom September 1940 schlossen sich kurz darauf eine Reihe weiterer europäischer Länder an. [[Königreich Ungarn|Ungarn]], [[Königreich Rumänien|Rumänien]] und die [[Slowakischer Staat|Slowakei]] traten noch 1940 bei, [[Zarentum Bulgarien|Bulgarien]] 1941. [[Königreich Jugoslawien|Jugoslawien]] unterzeichnete zwar am 25. März 1941 den Dreimächtepakt, ratifizierte diesen aber nach dem [[Jugoslawischer Staatsstreich 1941|Staatsstreich vom 27. März]] nicht und wurde im [[Balkanfeldzug (1941)|Balkanfeldzug]] von den Achsenmächten zerschlagen. Der daraufhin gebildete [[Unabhängiger Staat Kroatien|Unabhängige Staat Kroatien]] trat im Juni 1941 dem Pakt bei. Während des Zweiten Weltkriegs war &#039;&#039;Achsenmächte&#039;&#039; die Bezeichnung für alle mit dem Deutschen Reich verbündeten Staaten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Krieger_347&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kroatien ===&lt;br /&gt;
Auch der [[Unabhängiger Staat Kroatien|„Unabhängige Staat Kroatien“]] (NDH-Staat), ein nominell unabhängiger [[Vasallenstaat]], der nach der deutschen Eroberung und Aufteilung Jugoslawiens entstanden war, galt als Mitglied der „Achse“. Kroatien war Mitglied des [[Antikominternpakt]]s und befand sich bis zum Kriegsende am 8. Mai 1945 mit Deutschland in einem umfassenden Militärbündnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Thailand ===&lt;br /&gt;
[[Thailand]] trat dem Dreimächtepakt zwar nicht bei, schloss aber nach der [[Japanische Invasion Thailands|japanischen Invasion]] im Dezember 1941 ein militärisches Bündnis mit Japan und erklärte den USA und Großbritannien 1942 den Krieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Finnland ===&lt;br /&gt;
Die [[Finnland|Finnen]] bezeichnen sich ungern als ehemalige Verbündete des Deutschen Reichs. Vielmehr wollen sie als „gleichzeitig kriegführender Staat“ gesehen werden. Finnland beteiligte sich am [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|deutschen Überfall auf die Sowjetunion]]. Finnisches Territorium durfte von der [[Wehrmacht]] als Aufmarschgebiet genutzt werden und die finnische Armee wurde gegen die [[Sowjetunion|sowjetischen]] Truppen [[Mobilmachung|mobilgemacht]]. Der Name dieses sogenannten [[Fortsetzungskrieg]]s spielt auf den finnisch-sowjetischen [[Winterkrieg]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Finnland wollte im Fortsetzungskrieg die im vorangegangenen Winterkrieg verlorenen Territorien zurückgewinnen und auch [[Ost-Karelien]] erobern. Die Bombardierung finnischer Städte durch sowjetische Streitkräfte diente dann am 25. Juni 1941 als Begründung für die finnische [[Kriegserklärung]] und den Beginn der finnischen [[Offensivoperation|Offensive]]. Großbritannien erklärte Finnland nach wiederholten Ersuchen, die feindlichen Aktivitäten gegen die Sowjetunion einzustellen, am 6. Dezember 1941 ebenfalls den Krieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Finnland schloss sich nie dem Dreimächtepakt an, unterzeichnete 1941 allerdings den Antikominternpakt. Finnland lehnte es ab, seine Streitkräfte unter das Kommando eines gemeinsamen deutsch-finnischen Hauptquartiers zu stellen und bewahrte seine operative Unabhängigkeit. So wurde etwa die Teilnahme an der [[Leningrader Blockade]] und am Angriff auf die [[Murmanbahn|Murmanskbahn]] bei Louhi verweigert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem insgesamt sechs Wochen währenden [[Ryti-Ribbentrop-Vertrag]] wandelte sich das Verhältnis zu einem formalen Militärbündnis, welches als deutsche Bedingung für die Gewährung dringend benötigter Waffen- und Luftunterstützung geschlossen wurde, als sich Finnland bei der Großoffensive der [[Rote Armee|Roten Armee]] mit der Gefahr einer vollständigen sowjetischen Besetzung konfrontiert sah. Nachdem die Offensive mit Hilfe der deutschen Waffenlieferungen abgewehrt war, wechselte Finnland 1944 zu den [[Alliierte#Zweiter Weltkrieg|Alliierten]] und ging unter sowjetischem Druck im [[Lapplandkrieg]] zum Angriff auf deutsche Streitkräfte über. Präsident [[Risto Ryti]], der sein &#039;&#039;persönliches&#039;&#039; Ehrenwort für die Einhaltung des Bündnisses gegeben hatte, trat daraufhin von seinem Amt zurück. Sein Nachfolger im Amt, Präsident [[Carl Gustaf Emil Mannerheim|Mannerheim]], erklärte Rytis Abkommen mit den Deutschen für nichtig. Nach Kriegsende drängte die Sowjetunion auf ein [[Gerichtsverfahren]] gegen Ryti und einige seiner Kabinettsmitglieder. In dem umstrittenen Prozess über eine &#039;&#039;[[ex post|ex-post]]-facto&#039;&#039;-Bestrafung wurde Ryti schließlich zu einer Gefängnisstrafe von zehn Jahren verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Von Deutschland abhängige oder kontrollierte Länder (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
=== Königreich Belgien ===&lt;br /&gt;
Nach den Erfahrungen der deutschen Besatzung, die [[Belgien]] im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] über sich ergehen lassen musste, war die gesamte Nation beim Gedanken an eine zweite deutsche Besatzung entsetzt, insbesondere, da die belgische Delegation bei der [[Pariser Friedenskonferenz 1919]] wenig Einfluss hatte – auch wenn Belgien bei den [[Reparationen]] keineswegs zu kurz gekommen war. Mehr aus diesem Grund als aus politischen Erwägungen heraus war Belgien den Achsenmächten wenig freundlich gesinnt, obwohl sich später Tausende Belgier (sowohl [[Flamen]] als auch [[Wallonen]]) der [[Waffen-SS]] unter dem berüchtigten belgischen [[Faschismus|Faschisten]] [[Léon Degrelle]] freiwillig anschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Deutschen Belgien 1940 tatsächlich erneut besetzten, erlebten die [[Niederländische Sprache|niederländisch-sprachigen]] Flamen von den Deutschen eine gewisse Bevorzugung gegenüber den [[Frankophonie|frankophonen]] Wallonen. Nach der deutschen Invasion der Sowjetunion erhielten flämische Freiwillige die Erlaubnis zum Beitritt in die Waffen-SS, wohingegen die Wallonen zunächst nur bei der deutschen Wehrmacht aufgenommen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Belgisch-Kongo]] stand hingegen auf der Seite der belgischen Exilregierung und beteiligte sich am Krieg gegen die Achsenmächte in [[Nordafrika|Nord-]] und [[Ostafrika]] sowie in [[Südostasien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Königreich Dänemark ===&lt;br /&gt;
[[Dänemark]] wurde von Deutschland am 9. April 1940 im Zuge der [[Unternehmen Weserübung|Operation Weserübung]] überfallen und blieb bis zum Kriegsende [[Dänemark unter deutscher Besatzung|militärisch besetzt]]. Die Dänen hegten große Sympathien für die Alliierten, jedoch gab es auch Unterstützung für die Achsenmächte: Die von der deutschen [[Besatzungsmacht]] bis 1943 im Amt belassene Regierung trat dem [[Antikominternpakt]] bei. Über 6.000 dänische Staatsangehörige dienten bei der Waffen-SS an der [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Ostfront]] in verschiedenen Verbänden, davon 1.500 Angehörige der [[Deutsche Minderheit in Dänemark|deutschen Minderheit in Dänemark]] (Zahlen von 1941).&amp;lt;ref&amp;gt;Bo Lidegaard: &#039;&#039;Dansk Udenrigspolitiks Historie, Band IV: „Overleveren 1914–1945“&#039;&#039;. [[Gyldendal]], 2. Ausgabe, Kopenhagen 2006, S. 461.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im August 1943 beendete die dänische Regierung die Zusammenarbeit mit der Besatzungsmacht und trat zurück. Dänemark stand fortan nur noch unter deutscher Militärverwaltung, ohne weiterhin Partner der Achse zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Französischer Staat (Vichy-Regime) ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Le cartouche de l&#039;État Français.svg|mini|hochkant|Staatsemblem von Vichy-Frankreich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Waffenstillstand von Compiègne (1940)|französischen Kapitulation]] am 22. Juni 1940 wurde Marschall [[Philippe Pétain]] zum neuen Staatschef des sogenannten [[Vichy-Regime]]s ernannt. Die Waffenstillstandsbedingungen sahen die militärische Besetzung von mehr als 50 Prozent des französischen Gebietes vor, einschließlich der Hauptstadt [[Paris]]. Pétain verlegte den Regierungssitz in den Badeort [[Vichy]] in der unbesetzten „freien“ Zone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Großbritannien befürchtete, dass die [[französische Marine]] in deutsche Hände fallen würde und beschlagnahmte sämtliche französischen Schiffe in Häfen unter britischer Kontrolle. Bei einem britischen Angriff in [[Mers-el-Kébir]] am 3. Juli 1940 wurden mehrere französische [[Kriegsschiff]]e versenkt. Nach diesem Angriff brach das Vichy-Regime sämtliche [[Diplomatie|diplomatischen Beziehungen]] mit Großbritannien ab und zog eine Kriegserklärung in Betracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vichy-Regierung übte die Kontrolle über die [[Französische Kolonien|französischen Kolonialbesitzungen]] aus und wurde auch von den USA und der Sowjetunion diplomatisch anerkannt. Dem standen die &#039;&#039;[[France libre|Forces Françaises Libres]]&#039;&#039; entgegen, deren Exilregierung unter [[Charles de Gaulle]] sich in [[London]] befand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vichy-Frankreich zeichnete den Antikominternpakt von 1941 und entsendete französische Freiwilligenkräfte an die Ostfront. Vichy-beherrschte [[Kolonie]]n wurden häufig als Aufmarschgebiete für Angriffe der Achsenmächte genutzt. Japan besetzte [[Französisch-Indochina]], das dann Ausgangspunkt der Invasion von [[Thailand]], [[Föderierte Malaiische Staaten|Malaya]] und [[Borneo]] war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Streitkräfte der Briten und der &#039;&#039;Forces Françaises Libres&#039;&#039; bekämpften Vichy-treue Truppen im [[Syrien|Völkerbundmandat für Syrien und Libanon]] 1941 und [[Madagaskar]] [[Schlacht um Madagaskar (1942)|1942]], US-amerikanische Einheiten beteiligten sich Ende 1942. Die deutsche Wehrmacht besetzte 1942 [[Südfrankreich]] und die Vichy-Kolonie [[Tunesien]], nachdem die Vichy-Verteidigungskräfte von den Amerikanern und Briten überrannt und niedergekämpft worden waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Italienische Sozialrepublik ===&lt;br /&gt;
Die [[Italienische Sozialrepublik]] (&#039;&#039;Repubblica Sociale Italiana&#039;&#039; – RSI) ersetzte 1943 das [[Königreich Italien (1861–1946)|Königreich Italien]] als Mitglied der Achsenmächte. Am 25. Juli 1943 enthob König Viktor Emanuel III. in Übereinstimmung mit dem [[Großer Faschistischer Rat|Faschistischen Großrat]] Benito Mussolini seines Amtes und ließ ihn festnehmen. Italien schloss mit den [[Alliierte#Zweiter Weltkrieg|Alliierten]] am 3. September 1943 den [[Waffenstillstand von Cassibile]] und erklärte Deutschland am 13. Oktober 1943 den Krieg.&lt;br /&gt;
Am 12. September 1943 befreite eine deutsche Fallschirmjägereinheit unter [[Otto Skorzeny]] Mussolini in einer spektakulären Kommandoaktion ([[Unternehmen Eiche]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Norditalien]] war von der Wehrmacht besetzt, und am 23. September 1943 rief Mussolini (ab 8. September von Hitler als Marionette eingesetzt) dort die Italienische Sozialrepublik („Duce-Italien“) aus. Dieser Staat, dessen [[Regierungssitz]] sich in [[Salò]] am [[Gardasee]] befand, schrumpfte flächenmäßig in dem Maße, in dem die Westalliierten gen Norden vorrückten. Die faschistische Republik von Salò hörte Ende April 1945 auf zu existieren, als die letzten verbliebenen deutschen Streitkräfte auf italienischem Boden sich zurückzogen oder ergaben und sie schließlich kapitulierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Von Japan abhängige oder kontrollierte Länder (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
=== Königreich Thailand ===&lt;br /&gt;
[[Japan]]ische Streitkräfte drangen am Morgen des 8. Dezembers 1941 auf [[Thailand|thailändisches]] Gebiet vor. Anfangs leisteten die thailändischen Grenztruppen der Invasion Widerstand, jedoch befahl Feldmarschall und Premierminister [[Phibul Songkhram]] die Einstellung des Widerstandes. Am 21. Dezember 1941 wurde ein Militärbündnis mit Japan unterzeichnet, am 25. Januar 1942 folgte die thailändische Kriegserklärung an das [[Vereinigtes Königreich|Vereinigte Königreich]] und die [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten von Amerika]]. Der siamesische [[Botschafter]] in den Vereinigten Staaten, Seni Pramoj, stellte seine Abschrift der Erklärung nicht zu. Auch wenn die Briten die Kriegserklärung erwiderten, indem sie ihrerseits Thailand den Krieg erklärten und es infolgedessen als feindliche Nation betrachteten, geschah dies bei den USA nicht. Die [[Seri-Thai-Bewegung]] entstand in dieser Zeit. Im Mai 1942 führten thailändische Streitkräfte ihre größte Offensive des Krieges durch und eroberten die Stadt Kengtung in Nord[[burma]] von der chinesischen 93. Division.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere &#039;&#039;Seri-Thai&#039;&#039;-Strukturen wurden in Großbritannien und innerhalb Thailands aufgebaut. Königin Ramphaiphanee leitete die Sektion in Großbritannien, und der [[Regentschaft|Regent]] [[Pridi Banomyong]] befehligte indirekt den weitaus größten Teil der Bewegung, den im Landesinneren, was &#039;&#039;de facto&#039;&#039; [[Hochverrat]] gleichkam. Unterstützt von Teilen des Militärs, gelang ab 1945 die Errichtung geheimer Flugplätze und Ausbildungslager und die Einschleusung alliierter Agenten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der fortschreitenden Dauer des Krieges regte sich in der thailändischen Bevölkerung Unmut über die japanische Besetzung. Im Juni 1944 trat Phibul Songkhram nach einer parlamentarischen Abstimmungsniederlage zurück. Die neue Zivilregierung versuchte, sowohl &#039;&#039;Seri Thai&#039;&#039; zu unterstützen als auch gleichzeitig ein gutes Verhältnis mit den Japanern aufrechtzuerhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende verhinderte der maßgebliche Einfluss der USA, dass Thailand als Achsenmacht angesehen wurde, Großbritannien verlangte aber drei Millionen Tonnen Reis als [[Reparationen|Reparationszahlung]] und die Rückgabe von Gebieten der britischen Kolonie von [[Föderierte Malaiische Staaten|Malaya]], die während des Krieges und der Invasion [[Annexion|annektiert]] worden waren. Ebenso musste Thailand annektierte Teile von Britisch-[[Myanmar|Burma]], [[Französisch-Indochina]], Französisch-[[Kambodscha]] und Französisch-[[Laos]] zurückgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kaiserreich Manshū (Mandschukuo) ===&lt;br /&gt;
[[Mandschukuo]] war ein von Japan am 1. März 1932 errichteter Marionettenstaat in der Mandschurei. Die [[staatliche Unabhängigkeit]] Mandschukuos von China wurde vom Völkerbund nicht anerkannt, was Japan veranlasste, aus dem Völkerbund auszutreten. Das Deutsche Reich, Italien und die [[Neuorganisierte Regierung der Republik China]] unter [[Wang Jingwei]] waren die einzigen bedeutenden Länder, die den von Japan abhängigen Staat diplomatisch anerkannten. Später folgten [[Costa Rica]], [[El Salvador]], [[Burma]] unter [[Ba Maw]], [[Thailand]], die [[Azad Hind|Provisorische Regierung des Freien Indien]] von [[Subhash Chandra Bose]] und der [[Vatikanstadt|Vatikan]]. Die [[sowjetische Invasion der Mandschurei]] begann Anfang August 1945 und führte zum staatlichen Untergang von Mandschukuo. 1946 wurde das Gebiet von der Sowjetunion an die [[Republik China (1912–1949)|Republik China]] zurückgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nanjing-China ===&lt;br /&gt;
Während des [[Zweiter Japanisch-Chinesischer Krieg|Zweiten Sino-Japanischen Krieges 1937–1945]] wurde in [[Nanjing]] am 29. März 1940 ein kurzlebiger Staat von [[Wang Jingwei]] ausgerufen, der auch das Oberhaupt der von Japan kontrollierten [[Marionettenregierung]] wurde. Die Staatsembleme der &#039;&#039;[[Neuorganisierte Regierung der Republik China|Regierung der Republik China]]&#039;&#039; waren denen der [[Republik China (1912–1949)|Republik China]] und des heutigen Taiwan ähnlich. Nach der japanischen Niederlage am 9. September 1945 wurde das Gebiet der Herrschaft des nationalistischen und [[Chiang Kai-shek]]-treuen Generals [[Ho Ying-ching]] übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich wurden von den Japanern weitere kleine „unabhängige“ oder „autonome“ Staaten oder politische Gebilde in besetzten Gebieten des chinesischen Festlands eingerichtet, von der [[Innere Mongolei|Inneren Mongolei]] bis nach [[Guangdong]]. [[Mengjiang]] war einer dieser weiteren [[Satellitenstaat]]en in [[Nordchina und Südchina|Nordchina]]. Er wurde am 18. Februar 1936 im Osten der [[Innere Mongolei|Inneren Mongolei]] gegründet, seit 1942 war er formal autonomer Teil Nanjing-China. Die [[Autonomie (Politikwissenschaft)|Autonomie]] des Landes war rein theoretischer Natur, da die tatsächliche politische Machtausübung in den Händen der japanischen Besatzer blieb. Mengjiangs [[Staatsoberhaupt]] von Japans Gnaden war der mongolische Prinz [[Demchugdongrub]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Provisorische Regierung des Freien Indien ===&lt;br /&gt;
Die [[Azad Hind|Provisorische Regierung des Freien Indien]] (&#039;&#039;Arzi Hukumat-e-Azad Hind&#039;&#039;) war eine Schattenregierung unter [[Subhash Chandra Bose]]. Ihr Wirkungskreis beschränkte sich auf jene Teile Indiens, die unter japanischer Kontrolle standen. Bose war ein indischer [[Freiheitskämpfer]], der Gandhis Konzept des [[Gewaltfreier Widerstand|gewaltfreien Widerstandes]] nichts abgewinnen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Boses Aufstieg lagen mehrere Faktoren zugrunde:&lt;br /&gt;
* Indiens Armee war auch unter britischer Kolonialbesatzung größtenteils unabhängig.&lt;br /&gt;
* Da sich Großbritannien mit Deutschland im Krieg befand, wäre die Unterdrückung eines [[Aufstand]]s problematisch gewesen.&lt;br /&gt;
* Der wichtigste Faktor war der japanische Vormarsch in Asien. Das Japanische Kaiserreich hatte schon 1932 die [[Mandschurei]] und später [[Indonesien]] und [[Vietnam]] in die „Unabhängigkeit“ entlassen, die Letzteren ohne jegliche Zustimmung derer europäischen Kolonialmächte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bose initiierte eine [[Massenbewegung (Soziologie)|Massenbewegung]] gegen die Benutzung indischer Ressourcen und Soldaten für den Krieg und schloss mit den in Ostindien vorrückenden Japanern ein Bündnis. Bose und [[Anand Mohan Sahay]], ein weiterer politischer Anführer, erhielten vom Chef der ultranationalistischen Geheimgesellschaft [[Gen’yōsha]] [[Tōyama Mitsuru]] und japanischen Militärberatern ideologische Unterstützung. Weitere achsen-freundliche indische Politgrößen waren Asit Krishna Mukherji, ein Freund Boses, seine Ehefrau und Wahl-Inderin [[Savitri Devi]], der [[Pandit]] Rajwade von [[Pune]] und [[Rash Behari Bose]], der Gründer der „Indischen Unabhängigkeits-Liga“. Bose erklärte am 21.&amp;amp;nbsp;Oktober 1943 Indien für unabhängig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der japanischen Besetzung der [[Andamanen und Nikobaren]] wurde [[Port Blair]] zur provisorischen Hauptstadt. Die „Provisorische Regierung des Freien Indien“ hielt sich bis zum 18.&amp;amp;nbsp;August 1945, als sie dann offiziell aufgelöst wurde. Während ihres Bestehens wurde sie von neun verschiedenen Staaten anerkannt: [[Großdeutsches Reich|Deutschland]], [[Japanisches Kaiserreich|Japan]], [[Italienische Sozialrepublik|Italien]], [[Unabhängiger Staat Kroatien|Kroatien]] unter [[Ante Pavelić]], die [[Neuorganisierte Regierung der Republik China|Republik China]] unter [[Wang Jingwei]], [[Thailand]], [[Burma]] unter [[Ba Maw]], [[Mandschukuo]] und die [[Philippinen]] unter dem de facto (und später auch de jure) Präsidenten [[José Laurel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Kontinentalblock]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Eva Cancik-Kirschbaum]], Ulrich Nolte, [[Hermann Parzinger]] (Hrsg.): &#039;&#039;Achsenmacht&#039;&#039; (= &#039;&#039;Zeitschrift für Ideengeschichte.&#039;&#039; Heft XIX/1, Frühjahr 2025), C.H. Beck, München 2025, ISBN 978-3-406-83109-6.&lt;br /&gt;
* I.C.B. Dear, [[Michael Foot (Historiker)|Michael Foot]] (Hrsg.): &#039;&#039;The Oxford Companion to World War II.&#039;&#039; Oxford Univ. Press, Oxford 1995, ISBN 0-19-214168-6.&lt;br /&gt;
* Daniel Hedinger: &#039;&#039;Die Achse Berlin–Rom–Tokio 1919–1946.&#039;&#039; C.H. Beck, München 2021, ISBN 978-3-406-74153-1.&lt;br /&gt;
* [[Lutz Klinkhammer]], [[Amedeo Osti Guerrazzi]], [[Thomas Schlemmer]] (Hrsg.): &#039;&#039;Die „Achse“ im Krieg. Politik, Ideologie und Kriegführung 1939–1945&#039;&#039;. Schöningh, Paderborn/München/Wien 2010 (&#039;&#039;Krieg in der Geschichte&#039;&#039;, Band 64), ISBN 978-3-506-76547-5.&lt;br /&gt;
* Malte König: &#039;&#039;Kooperation als Machtkampf. Das faschistische Achsenbündnis Berlin-Rom im Krieg 1940/41&#039;&#039; (=&amp;amp;nbsp;&#039;&#039;Italien in der Moderne&#039;&#039;, Band 14). SH-Verlag, Köln 2007, ISBN 3-89498-175-X.&lt;br /&gt;
* [[Jens Petersen (Historiker)|Jens Petersen]]: &#039;&#039;Hitler, Mussolini: Die Entstehung der Achse Berlin – Rom 1933–1936&#039;&#039; (=&amp;amp;nbsp;&#039;&#039;Bibliothek des Deutschen Historischen Instituts in Rom.&#039;&#039; Band 43). Niemeyer, Tübingen 1973, ISBN 3-484-80064-X.&lt;br /&gt;
* Gerhard L. Weinberg: &#039;&#039;A World at Arms. A Global History of World War II.&#039;&#039; 2. Auflage, Cambridge University Press, New York 2005.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Axis powers|Achsenmächte}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4141278-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Achsenmachte}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Achsenmächte| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Außenpolitik (Deutsches Reich, 1933–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Außenpolitik (Königreich Italien, 1861–1946)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Außenpolitik (Japanisches Kaiserreich)]]&lt;/div&gt;</summary>
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