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	<title>Demo Wiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-07-07T22:12:27Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Genussmittel&amp;diff=1449</id>
		<title>Genussmittel</title>
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		<updated>2024-09-16T15:58:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;2A00:20:6082:981B:1171:41E3:ED4C:A249: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Espresso still life.jpg|mini|Eine Tasse [[Espresso]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Genussmittel&#039;&#039;&#039; im engeren Sinne sind [[Lebensmittel]], die nicht in erster Linie wegen ihres [[Nährwert]]es und zur [[Sättigung (Physiologie)|Sättigung]] konsumiert werden, sondern aufgrund ihres [[Geschmack (Sinneseindruck)|Geschmacks]] oder ihrer Wirkung. &lt;br /&gt;
Reine [[Suchtmittel]] fallen nicht unter die &#039;&#039;Genussmittel&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere der Konsum von [[Ethanol|Alkohol]], aber auch der überhöhte Konsum von [[Zucker]], werden mit negativen gesundheitlichen, sozialen und wirtschaftlichen Folgen sowie schwerwiegenden [[Volkskrankheit]]en in Verbindung gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriff und Abgrenzung ==&lt;br /&gt;
Die Unterscheidung zwischen [[Nahrungsmittel]]n und Genussmitteln ist wissenschaftlich und insbesondere juristisch nicht definiert. Lebensmittel werden rechtlich im [[Lebensmittelrecht]] behandelt. Für den Verkauf von Alkohol und Tabak gibt es weitere gesetzliche Bestimmungen (in Deutschland das [[Tabakerzeugnisgesetz]] und das [[Jugendschutzgesetz (Deutschland)|Jugendschutzgesetz]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Fachliteratur sowie Publikumsmedien wird der Begriff Genussmittel gelegentlich auch für [[Zucker]] bzw. [[Süßwaren]] und [[Gewürz]]e verwendet. Manchmal werden auch andere [[Psychoaktive Substanz|psychoaktive Substanzen]], die (mangels Nährwerts) keine Lebensmittel darstellen (beispielsweise [[Tabak]]waren) zu den Genussmitteln gerechnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Deutsches Wörterbuch|Deutschen Wörterbuch]] der [[Brüder Grimm]] werden Genussmittel definiert als Lebensmittel, deren Verzehr weniger der [[Ernährung]] als vielmehr dem [[Genuss]] dient.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Deutsches Wörterbuch |Lemma=genuszmittel |Band=5 |Sp=3524–3526}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Der Begriff &#039;&#039;Genußmittel&#039;&#039; ist ein spezifisch deutschsprachiger Begriff. Auf Englisch entspricht ihm am ehesten die Sammelbezeichnung &#039;&#039;luxury food&#039;&#039;; auf Französisch würde man von &#039;&#039;excitants&#039;&#039; oder &#039;&#039;stimulants&#039;&#039; sprechen. Jede der erwähnten Bezeichnungen stellt einen ganz bestimmten Aspekt der Genußmittel und ihres Konsums in den Vordergrund. So verweist der deutsche Begriff primär auf die soziokulturelle Komponente […], der englische auf die sozioökonomische und der französische auf die pharmakologisch-physiologische.&lt;br /&gt;
 |Quelle=nach Hengartner&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Hengartner, Christoph Maria Merki: &#039;&#039;Genussmittel. Ein kulturgeschichtliches Handbuch.&#039;&#039; 1999, S. 9.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Die Fachautoren Hengartner/Merki bezeichnen Genussmittel als Lebensmittel, die je nach subjektiver Bewertung und soziokulturellem Kontext sowohl als Nahrungsmittel als auch als Sucht- oder Heilmittel aufgefasst werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;merki&amp;quot;&amp;gt;Thomas Hengartner, Christoph Maria Merki: &#039;&#039;Genussmittel. Ein kulturgeschichtliches Handbuch.&#039;&#039; 1999, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sozioökonomisch betrachtet gehörten Genussmittel bis in die [[Neuzeit]] zu den [[Luxus]]gütern und waren [[Statussymbol]]e. Die französischen Begriffe verweisen auf die pharmakologische Wirkung einiger Genussmittel wie [[Ethanol|Alkohol]], [[Kaffee]] und [[Tee]].&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Gerade die stets neu auszuhandelnde Grenzziehung zwischen Genuß- und Suchtmitteln bzw. (kriminalisierten) [[Droge]]n illustriert eindrücklich das Auseinanderklaffen zwischen den chemisch-physiologischen Eigenschaften dieser Substanzen einerseits und deren kultureller Bewertung andererseits. Nicht nur der Genußbegriff ist also soziokulturell konstruiert, sondern ebenso derjenige der ‚Sucht‘.&lt;br /&gt;
 |Quelle=Merki&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;merki&amp;quot; /&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Die Definition von Begriffen wie Genuss, Genussmittel und Rauschmittel ist laut Hengartner/Merki sowohl kulturell als auch weltanschaulich-religiös beeinflusst und differiert in verschiedenen historischen Epochen ebenso wie zwischen verschiedenen sozialen Gruppen und Vereinigungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;merki&amp;quot; /&amp;gt; Beispielsweise gilt Tabak seit den 1950er Jahren in Europa vor allem als Suchtmittel, wurde vorher jedoch jahrhundertelang ausschließlich als Genussmittel und sogar als Heilmittel angesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Hengartner, Christoph Maria Merki: &#039;&#039;Genussmittel. Ein kulturgeschichtliches Handbuch.&#039;&#039; 1999, S. 13.&amp;lt;/ref&amp;gt; Alkohol galt in Europa lange als [[Medikament]]. [[Bier]] als „flüssiges Brot“ hatte bis in die jüngste Vergangenheit hinein den Status als wichtiges Nahrungsmittel neben dem [[Brot]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung ==&lt;br /&gt;
Die meisten Genussmittel besitzen angenommen oder tatsächlich eine anregende oder beruhigende Wirkung. Diese basiert überwiegend auf [[Alkaloide]]n, welche von den Ausgangspflanzen zur Abwehr von [[Fressfeind]]en gebildet werden. Einige Genussmittel können zu [[Abhängigkeit (Medizin)|Abhängigkeiten]] führen. Sie haben oft eine erhebliche soziale Bedeutung, insbesondere wenn sie gemeinsam mit anderen Menschen konsumiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Gerd Hamann: &#039;&#039;Wer raucht kriegt Prügel! Geschichte der Genussmittel.&#039;&#039; Frankfurt am Main 1996.&lt;br /&gt;
* [[Thomas Hengartner]], [[Christoph Maria Merki]] (Hrsg.): &#039;&#039;Genussmittel – Ein kulturgeschichtliches Handbuch.&#039;&#039; Campus Verlag, Frankfurt / New York 1999, ISBN 3-593-36337-2; auch (unter dem Titel &#039;&#039;Genussmittel. Eine Kulturgeschichte.&#039;&#039;) Insel, Frankfurt am Main / Leipzig 2001, ISBN 3-458-34461-6.&lt;br /&gt;
* Annerose Menninger: &#039;&#039;Genuss im kulturellen Wandel.&#039;&#039; Steiner, Stuttgart 2008.&lt;br /&gt;
* [[Roman Sandgruber]]: &#039;&#039;Bittersüße Genüsse. Kulturgeschichte der Genussmittel.&#039;&#039; Wien/Köln/Graz 1986.&lt;br /&gt;
* Roman Sandgruber, [[Harry Kühnel]] (Hrsg.): &#039;&#039;Genuss &amp;amp; Kunst. Kaffee, Tee, Schokolade, Tabak, Cola.&#039;&#039; Innsbruck 1994.&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Schivelbusch]]: &#039;&#039;Das Paradies, der Geschmack und die Vernunft. Die Geschichte der Genussmittel.&#039;&#039; Hanser, München/Wien 1980, ISBN 3-446-12984-7. Taschenbuch: Fischer-TB 4413, Frankfurt am Main 1990 und 1992, ISBN 3-596-24413-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4135260-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Genussmittel| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflanzenprodukt mit psychotropem Wirkstoff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komplexe psychotrope Substanz]]&lt;/div&gt;</summary>
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